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Wie ein Hamburger Unternehmen seit 10 Jahren erfolgreich hochwertigen Baustoff aus Müll verkauft

Jedes Jahr werden in Hamburger Müllverbrennungsanlagen sowie in Stapelfeld bei Hamburg fast 1 Mio. t Müll verbrannt. Am Ende der Verbrennung bleibt vor allem Schlacke übrig: knapp 250.000 t. Wohin damit? Am besten als Baustoff für Tragschichten bei Straßen und Gewerbeflächen verarbeiten, sagt sich seit 10 Jahren die Hanseatisches Schlackenkontor GmbH (HSK). Insgesamt konnten seit der Gründung 1994 weit über 2 Mio. t Schlacke bei über 2.000 Bauvorhaben eingebaut werden. Zur Veranschaulichung: Wäre diese Schlackemenge unter einer 10 m breiten Straße in einer 30 cm dicken Schicht eingebaut worden, würde diese Straße inzwischen rund 350 km lang sein und von Hamburg bis kurz vor die polnische Grenze reichen.

In Deutschland wird sehr Umwelt bewusst gehandelt. Die Verbraucher werfen Müll nicht einfach weg, sondern trennen Papier, Glas und Verpackungsmaterialien (Grüner Punkt). Dennoch verbleibt allein in Hamburg eine jährliche Abfallmenge von rund 1 Mio. t aus privaten Haushalten und dem Gewerbe, die in Müllverwertungsanlagen verbrannt wird. Nach dem Verbrennen verbleiben noch etwa 25 Prozent des Gewichts als Hausmüllverbrennungsschlacke. Außerdem entstehen am Ende des Verwertungsprozesses Strom, Prozessdampf, Gips, Salzsäure, NE-Metalle und Schrott, die alle genutzt werden. Auch die Schlacke kann sinnvoll weiter verwendet werden. Sie wird aufbereitet und im Großraum Hamburg unter dem Markennamen emvau-schlacke als Baustoff für den Straßen- und Wegebau sowie für Nebenflächen eingesetzt. Die Umweltverträglichkeit wird durch regelmäßige strenge Kontrollen sichergestellt.

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat schon vor über 100 Jahren eine Grundsatzentscheidung für die Müllverbrennung getroffen. Die Alternative wäre die Ablagerung von Hausmüll auf Deponien, was aber in den letzten Jahren nur außerhalb Hamburgs möglich gewesen wäre. Hamburg hat deshalb auf Müllverbrennung gesetzt und verbrennt jeden Siedlungsabfall aus Hamburg. Hinzu kommt, dass ab Mitte 2005 per Gesetz überhaupt kein unbehandelter Abfall mehr auf Deponien verbracht werden darf.

Inzwischen kann das HSK auf namhafte Referenzen verweisen wie zum Beispiel aus den letzten Jahren:

  • Container-Terminal Altenwerder, Hamburg
  • Feuerwehrschule Hamburg
  • Polizeipräsidium Hamburg
  • Rahlstedter Höhe, Hamburg
  • Autobahnzubringer Henstedt-Ulzburg A 7

Abschließend gilt herauszustellen, dass durch den Einsatz von emvau-schlacke als Sekundärrohstoff Naturstoffe wie Sand, Kies und Schotter geschont werden. Im Zeitalter immer knapper werdender Ressourcen und Flächen ist der Einsatz von emvau-schlacke somit ein Beitrag zum Umweltschutz im Sinne einer modernen nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.